Gitarrenverstärker Test – die 3 beliebtesten Verstärker

Gitarrenverstärker Test – Für viele Gitarristen gehört ein Gitarrenverstärker zur Grundausrüstung – insbesondere für elektrische Gitarren. Online und auch im Musikfachgeschäft findet man eine Vielzahl an verschiedenen Gitarrenverstärkern mit ganz unterschiedlichen Eigenschaften. Wir stellen Ihnen einige Einsteiger-Modelle vor, und fassen noch einmal alles, was Sie vor dem Kauf eines Verstärkers wissen sollten, zusammen.


1. Gitarrenverstärker Test – Rocktile Scream-15 Mini Combo Amp

 Gitarrenverstärker TestDer Rocktile Scream-15 Gitarrenverstärker ist eine recht günstige Mini-Combo. Das bedeutet, dass alle Bauteile in einem Gehäuse vereint sind, wodurch das Gerät sehr kompakt und handlich ist. Der Verstärker wiegt in etwa 4kg und hat eine Leistung von 15 Watt. Dadurch ist das Gerät nicht nur klein, sondern auch leicht – allerdings nicht besonders leistungsstark.

Für rund 50€ bekommt man hier trotzdem eine solide Basisausstattung: So gibt es zwei Kanäle (Clean und Overdrive), einen Ausgang für Kopfhörer und einen 3-Band Equalizer für Bass, Middle und Treble, mit dem man tiefe, mittlere und hohe Frequenzen separat einstellen kann. Auch ein AUX-Eingang für MP3 und CD-Player ist vorhanden, sodass Sie jederzeit zu Ihren Lieblingssongs spielen können.

Grundsätzlich ist das alles, was man zum Loslegen braucht. Wenn man allerdings schon etwas mehr Erfahrung hat, und den Gitarrenverstärker auch in einem Übungsraum mit anderen Instrumenten oder Effekt-Geräten verwenden möchte, wird der Funktionsumfang eventuell nicht ausreichen – wir empfehlen den Kauf daher eher für Einsteiger. Gitarrenverstärker Test

Details:

  15 Watt für genügend Power
  3-Band-EQ (Treble/Middle/Bass)
  AUX-Eingang (Mp3/CD/etc)
  Kopfhöreranschluss
  Zwei Kanäle – Clean und Overdrive
  Gewicht: 4,2 Kg

  Maße: (BxHxT)  33,8 x 32,6 x 15 cm

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2. Gitarrenverstärker Test: Soundking AK20-RA Gitarrencombo

 Gitarrenverstärker TestFür erfahrenere Spieler eignet sich die Soundking AK20-RA Gitarrencombo schon mehr: Bei diesem Modell handelt es sich um eine Gitarrenverstärker Combo, die mit 60 Watt deutlich mehr Leistung als die eben vorgestellte Mini-Combo aufweist.

Auch dieser Verstärker besitzt einen Clean und einen Overdrive-Kanal. Der Overdrive-Kanal kann durch einen separaten Lautstärke- und Tiefenregler angepasst werden, sodass man die Einstellungen zwischen beiden Kanälen variieren kann – ein echter Vorteil beim Wechsel zwischen den Soundeffekten.

Der 4-Band Equalizer, mit dem neben Bass, Middle und Treble auch Presence, also Frequenzen im mittleres bis oberen Bereich, eingestellt werden können, ist allerdings für beide Kanäle identisch.

Mit einem Gewicht von rund 7kg und einer Größe von 34 x 34 x 20cm ist dieser Gitarrenverstärker ebenfalls recht handlich und klein und lässt sich so gut zu Hause oder in einem Proberaum unterbringen. Auch der Preis von rund 80€ ist für das, was man bekommt, absolut gerechtfertigt, denn der Soundking AK20-RA kommt neben der Grundausstattung auch mit einem eingebauten Echo-Effekt durch einen digitalen Reverb/Delay.

Für Verstärker dieser Preisklasse ebenfalls eine Besonderheit: Durch einen Effektweg lassen sich einfach weitere Effektregler anschließen, sodass man nach und nach sein Equipment erweitern kann.

Details:

  2 Kanäle für variablen Sound Clean
—-und Overdrive)Gitarrenverstärker Test

  4-Band EQ: Treble
  Eingebauter, digitaler Reverb/
—-Delay-Effekt

  Mid, Bass und Presence
  Effektloop (Send und Return)
  Maße (BxHxT): 34 x 34 x 20 cm
  60 Watt (Peak Power)
  Gewicht:  7,2 kg

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. Gitarrenverstärker Test – Rocktile GP-10 Multieffekt-Verstärker

Gitarrenverstärker TestEtwas ganz anderes ist der Rocktile GP-10 Gitarren Multieffekt-Verstärker, denn bei diesem Gerät handelt es sich nicht um einen klassischen Gitarrenverstärker zum Aufstellen, sondern um ein tragbares Kopfhörer-Modell, das man am Gürtel befestigt.

Das Ziel dieses Gitarrenverstärkers liegt nicht darin, die Laustärke zu erhöhen, sondern den Klang durch verschiedene Effekte zu verzerren: Dazu können die acht Effekttypen Chorus, Flanger, Phaser, Tremolo, Delay, Echo, Room und Hall mit verschiedenen Intensitätsstufen ausgewählt werden. Daneben stehen natürlich ein herkömmlicher Klang- und Lautstärkeregler, sowie ein Delay, zur Verfügung.

Zwei weitere Features sind das eingebaute Stimmgerät und der Drum-Computer, mit dem man verschiedene Drum-Spuren zu unterschiedlichen Geschwindigkeiten als Begleitung und Rhythmusgeber abspielen kann. Ein Anschluss zurGitarrenverstärker Test Wiedergabe von CDs und MP3-Dateien ist ebenfalls vorhanden, sollten die Spuren nicht ausreichen.

Der Rocktile GP-10 Gitarren Multieffekt-Verstärker ist vor allem zum Üben für unterwegs, zum Recording in den eigenen vier Wänden und zum Ausprobieren verschiedener Effekte geeignet, kann aber natürlich keinen großen Verstärker ersetzen. Dennoch ist die Anschaffung für nur rund 50€ definitiv empfehlenswert.

Details:

  Tragbarer Kopfhörer-Verstärker
  6 Amp-Modelle
  Acht Effekttypen (Chorus
  Gain- und Tone-Regler
  schaltbare Speaker-Simulation
  Drum Loop Player mit 40 verschiedenen Rhythmen
  Anschlüsse: Guitar In (6,3 mm Klinke), Amp/Rec Output (6,3 mm –
Klinke
Stromversorgung: Netzteil 9V DC (im Lieferumfang enthalten)

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Das waren die Top 3  unseres Gitarrenverstärker Tests.Falls Ihr Favorit nicht dabei war, schauen Sie einfach im Amazon Portfolio nach.


Gitarrenverstärker Test – Den richtigen Gitarrenverstärker kaufen

Mit einem Gitarrenverstärker kann der Klang elektrischer, akustischer oder halbakustischer Gitarren lauter gemacht oder verzerrt werden. Dazu wird der Ton des Tonabnehmers in einem neutralen Umfang angehoben. Besonders für elektrische Gitarren ist das notwendig, denn durch den fehlenden Resonanzkörper des Instruments ist der Klang beim Spielen recht leise und geht unter anderen Instrumenten oder Gesang verloren.
Die Grundbausteine eines Gitarrenverstärkers

Damit ein Gitarrenverstärker funktioniert, benötigt er eine Reihe an Grundkomponenten, die bei jedem Modell verbaut sind. Dazu gehören ein Signaleingang, ein Vorverstärker und eine Endverstärkerstufe, sowie ein Ausgabesystem für Lautsprecher.

Die Ausgabe des Gitarrenverstärkers wird über einen Lautstärke-, Tiefen- und einen Klangregler gesteuert. Der Klangregler – auch Equalizer genannt – dient der Abstimmung tiefer, mittlerer und hoher Frequenzen, während über die Lautstärke- und Tiefenregler (Master- und Gain-Regler) die Power und Verzerrung des Tons eingestellt werden.

Video Anleitung – Verstärker einstellen


Gitarrenverstärker Test – Die Bauart

Die zwei Hauptmerkmale, die von Gerät zu Gerät variieren können, sind die Bauart und die Technik, die zur Verstärkung verwendet wird. Bei der Bauart unterscheidet man grundsätzlich in Combos, Stacks und Racks.
Gitarrenverstärker Combos

Bei einer Combo sind alle technischen Komponenten in einem Gehäuse verbaut. Es gibt sowohl Gitarrenverstärker mit offener Rückseite, die einen diffusen Sound erzeugen, als auch Modelle mit einer geschlossenen Rückseite, bei denen tiefe Frequenzen besser zum Ausdruck kommen. Combos eignen sich am besten, wenn man zu Hause üben möchte, denn sie sind oft nicht so leistungsstark – und damit leiser – und kompakter als andere Bauarten.

Gitarrenverstärker Stacks

Bei einem Stack sind Lautsprecher und Verstärker voneinander getrennt – Vorverstärker und Endstufe sind im Topteil zusammengefasst. Im Gegensatz zur Combo ist ein Stack-Gitarrenverstärker nicht ganz so handlich, dafür können einzelne Bauteile jederzeit entfernt und ausgetauscht werden, sodass man als Musiker flexibler ist. Für den Proberaum ist ein Stack gegebenenfalls nicht notwendig, für Bühnenauftritte sind sie aber eindeutig besser geeignet als Combos.

Racks

Racks gehen noch einmal einen Schritt weiter und trennen auch den Vorverstärker und die Endstufe, sodass die Komponenten alle separat sind. Das ist in der Praxis allerdings oft nicht praktikabel und eignet sich wenn dann nur für große Bands auf Tour. Für den normalen Gebrauch – egal ob privat oder zum Auftritt – reichen Combos und Stacks meist aus.

Die Gitarrenverstärker-Technik

Neben der Bauweise ist das zweite ausschlaggebende Merkmal eines Gitarrenverstärkers die Technik, die für die Transformation der Eingangssignale verwendet wird. Man unterscheidet zwischen Röhren- und Transistor-Technik.

Gitarre – Röhrenverstärker

Bei einem Gitarren Röhrenverstärker werden bei der Vor- und Endstufe Elektronenröhren verwendet. Diese Technik ist am geläufigsten, insbesondere aufgrund ihres guten Klangs: Die Röhre wirkt verzerrend und schafft so viele harmonische Obertöne, gleichzeitig ist der Sound kräftig. Allerdings sind diese Gitarrenverstärker oft größer und schwerer als Geräte mit Transistoren und neigen zu einer stärkeren Wärmeentwicklung.

Transistoren

Werden stattdessen Transistoren bei der Vor- und Endstufe verbaut, so ist das Gerät leichter und weniger ausfallanfällig. Während die Röhre – vor allem bei einer hohen Lautstärke – zur Übersteuerung und damit zur Verzerrung neigt, bleibt der Sound bei einem Transistor-Gitarrenverstärker lange clean. Das hört sich zuerst eigentlich nach einem Vorteil an, doch viele Gitarristen empfinden den Ton so als zu hart und bevorzugen daher die Röhrenverstärker.

Gitarrenverstärker Test – Hybride

Nicht ganz so geläufig ist auch die Möglichkeit, bei der Vorstufe Röhren und bei der Endstufe Transistoren zu verwenden. Dadurch bleibt der gewünschte Klang eines Röhrenverstärkers erhalten, die Geräte sind aber trotzdem sowohl leichter als auch preislich günstiger.
Gitarrenverstärker Test – Darauf gilt es noch zu achten

Neben der Bauart und Technik des Gitarrenverstärkers, sollte man sich vor dem Kauf ebenfalls über die Leistung, Kanäle und eventuell vorhandene Effekte des Geräts informieren.
Die Leistung

Gitarrenverstärker gibt es mit sehr unterschiedlicher Leistung. Kleine Mini-Combos fangen bereits bei ca. 3 Watt an, bei einem vollwertigen Röhrenverstärker hingegen findet man aber auch Modelle mit mehr als 100 Watt.

Wie viel Leistung der Verstärker mitbringt, ist aber gar nicht zwangsweise entscheidend für die Lautstärke, sondern viel mehr für den sogenannten Headroom: Dieser gibt an, wie lange der Klang auch bei steigender Lautstärke klar bleibt. Je mehr Watt ein Verstärker hat, desto größer ist der Headroom und desto länger wird der Sound nicht verzerrt. Ein kleiner Headroom kann von Gitarristen aber durchaus gewünscht sein, um einen raueren Sound zu erzeugen.

Die Kanäle

Beim Klang eines Tons unterscheidet man zwischen drei Arten: Clean (alle klaren, nicht verzerrten Töne), Crunch bzw. Rhythm (alle gemäßigt verzerrten Töne) und Lead bzw. Solo (alle stark verzerrten Töne).

Die meisten Gitarrenverstärker besitzen zwei Kanäle:

Clean und Overdrive

Zwischen den beiden Kanälen kann über ein Pedal oder Knopf gewechselt werden. Der Clean-Kanal ist – wie der Name vermuten lässt – zur Abnahme der klaren Töne gedacht, während der Overdrive-Kanal die Crunch- und Lead-Klänge erzeugt. Bei einem Verstärker mit drei Kanälen wird noch einmal zwischen Crunch- und Leadsounds unterschieden, sodass man zwischen allen relevanten Soundblöcken wechseln kann.

Wie stark der Ton verzerrt wird, kann über den Gain-Regler des Kanals und den Volume-Regler der Gitarre eingestellt werden.

Beim Kauf eines Gitarrenverstärkers lohnt es sich, darauf zu achten, dass die einzelnen Kanäle separate Regler besitzen, damit man beim Sound der unterschiedlichen Kanäle keine Einbußen machen muss, indem man nur eine Einstellung wählen kann.

Soundeffekte und Effektweg

Manche Gitarrenverstärker kommen direkt mit eingebauten Effekten, die den Ton verzerren, beispielsweise einem Nachhall, also einer Verlängerung des gespielten Tons, oder einem Federhall, der einem Echo gleichkommt. Wenn außerdem ein Effektweg verbaut ist, kann man recht einfach weiteres Equipment hinzufügen und so nach und nach neue Effekte, die extern angeschlossen werden, hinzukaufen.

Gitarrenverstärker Test Fazit – Den richtigen Verstärker wählen

Bei all diesen Möglichkeiten ist es nun gar nicht so leicht, sich für den richtigen Gitarrenverstärker zu entscheiden. Wer einen Verstärker zum Einstieg oder Üben sucht, der ist wahrscheinlich mit einem kleinem Combo Verstärker  bereits gut bedient. Erfahrene Spieler, die einen Proberaum ausstatten oder auftreten wollen, sollten sich nach größeren Combos oder Stacks umsehen.

Die Frage nach der besten Verstärker-Technik kann nicht pauschal beantwortet werden: Ob Röhre oder Transistor besser geeignet ist, hängt stark von der Präferenz des Musikers und auch der Qualität des Geräts ab. An dieser Stelle gilt: Am besten Kundenrezensionen lesen und verschiedene Gitarrenverstärker testen.

Hat man sich für eine Bauart und Technik entschieden, sollte man außerdem darauf achten, dass es zumindest einen Clean- und einen Overdrive-Kanal mit separaten Reglern und einen 3-Band Equalizer für hohe, mittlere und tiefe Frequenzen gibt. Wenn der Verstärker zusätzlich einen Effektweg besitzt, lassen sich später Geräte zur Effekterzeugung besser hinzufügen, sodass man nach und nach seine Ausstattung erweitern kann.

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Gitarrenverstärker Test – Gitarrenständer kaufen

 

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